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Man sagt, die Machame Route sei die schönste Route auf den Kibo. Sie ist nicht so stark frequentiert, wie die anderen Routen und der Aufstiegsweg ist demzufolge nicht so breit ausgetreten. Auch eröffnet sie durch eine abwechslungsreiche Routenführung beeindruckende Aussichten auf den Kilimanjaro und seine Nebengipfel.

Am Morgen werden Mark (Führer), Joseph, Charles (Träger) und Ich, in einem alten Geländewagen via Moshi, wo Mark noch schnell Einkaufe erledigt, nach Machame zum Gate gebracht.
Nach der Registrierung am Gate und letzten Vorbereitungen brechen wir um 10.14 auf. Der Urwald verschlingt uns noch nicht sofort! Auf anfangs breitem Weg gehen wir, Mark Weg und ich,Mark mein Führer ganz gemütlich leicht bergauf, Langsam aber wird der Wald immer dichter. Nach etwa einer Stunde weist ein Holzschild auf den eigentlichen Beginn des Trails hin. Erst hier wird der Weg wesentlich schmaler und auch steiler. Riesenfarne rechts und links von uns, doch Sumpf - und Wurzelabschnitte ziehen meine ganze Aufmerksamkeit auf sich. Das Blätterdach  der Bäume ist so dicht, dass man manchmal glaubt, die Dämmerung hätte begonnen. Ab und zu leuchtet aus dem grünen Blattwerk eine kleine, blühende Pflanze entgegen. Wir hören vereinzelt Vögel ansonsten ist es recht still hier. Nach einer Pause wird der Weg steiler doch wir kommen gut voran. Wir haben Glück. Auf dem gesamten Anstieg regnet es keinen Tropfen. Der Wald wird nun noch dichter. Leider kann ich nicht photographieren, denn das Licht reicht nicht mehr aus. Dabei gibt es hier jede Menge Motive! Moose und Flechten werden nun immer gigantischer. Sie hängen an Bäumen und Ästen herunter und sorgen für einen fast gespenstischen Anblick. Während wir Rucksäcke auf dem Rücken tragen, balancieren die Träger offene, randvolle Körbe ausgesprochen elegant auf dem Kopf. Dazu noch einen 5 Liter Kanister mit Brennstoff in der einen und eine Plastiktasche in der anderen Hand. Ich bin beeindruckt und staune, mit welcher Sicherheit sie den mit Wurzeln überäteren Weg hinaufgehen. Wir gehen langsam und gleichmäßig. Ich muss aber immer wieder anhalten, fotografieren Mark schaut mir geduldig zu und wartet immer, bis ich weitergehe. Nach etwa 4 Stunden Anstieg hat man nun immer häufiger etwas weitere Blicke in den Regenwald hinein. Der Wald wird lichter, dafür ziehen Nebelschwaden auf. Ein Blick auf meinen Höhenmesser zeigt schon 2700 m Höhe an, lang kann es bis zum Lager nicht mehr sein. Immer mehr Gräser wachsen am Weg, erste Erikagewächse, die hier bis zu 10 m hoch werden, tauchen auf. Um 15:50 stehen wir unvermittelt vor einer Blechhütte der Machame Hut. Machame HutHier "wohnt" der Lagerchef, er sorgt dafür, dass sich jeder Gast registriert. Kaum angekommen beginnt es zu Regnen, wir sitzen in der Hütte bei einer Tasse Tee und warten den kurzen aber kräftigen Regenguss ab. Erst danach wird mein Zelt aufgebaut und gegessen. Später habe ich Zeit, mich etwas umzusehen. Nach uns sind noch etwa 3 Gruppen angekommen, der Andrang hält sich aber in Grenzen, da sie nicht so groß sind und der Platz sehr geräumig ist. Im Zelt der Träger rauscht schon der Kocher, leckere Essensdüfte ziehen durchs Lager.Kibo Langsam klart es auch auf und kurz nach dem Sonnenuntergang taucht der Kibo auf. Da es um Sieben Uhr schon stockfinster ist, verschwinde ich im Zelt zum ausruhen und irgendwann einzuschlafen.



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