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In der vergangenen Nacht muß es sehr kalt gewesen sein denn eine dünne Eisschicht bedeckt unsere Zelte. Der erste Teil des heutigen Aufstieges führte vom Lager zu einen Bach hinunter und danach eine gewaltig aussehende Felswand hinauf. Der Weg wird nun sehr steil. Einige kleine Kletterstelle sind schnell überwunden. Ich beobachte wieder die Träger, die hier so richtig zeigen, was sie drauf haben. Trotzdem habe ich etwas Angst um meinen Seesack, der selbst hier in diesem schwierigeren Gelände auf dem Kopf balanciert wird. Bald war dieser schwierigste Teil des ganzen Aufstieges geschafft und die Steilheit nahm ab. Diese Stück brachte ein wenig Abwechslung hinein in den manchmal etwas eintönigen Anstieg. Auf einer Höhe von ca. 4196 m hielten wir an einer wunderschönen Stelle an und machten bei bestem Wetter eine ausgiebige Rast. Von hier aus haben wir einen sagenhaften Blick auf den Kibo und ins Karangotal. Schließlich kommt von rechts her ein breiter Weg die Normalroute nach Mweka. Das Lager ist nun nicht mehr weit. Mark und Ich erreichen das Camp bei Schneetreiben und böigem Wind, sofort werden wir von Trägern in Ihr Kochzelt eingeladen wo wir bei Tee das Wetter abwarten. Schon bald klart es auf und wir stellen mein Zelt auf, viel Platz ist hier nicht. 4540 m sind wir hoch, langsam wird es ernst. Es ist halb drei, Ich kann mich nun für den morgigen Gipfeltag ausruhen.