inhalt
Die Nacht habe ich schlecht geschlafen. Der Himmel war stahlblau und wir konnten auf eine geschlossene Wolkendecke unter uns blicken. Halb acht gingen wir los.
Die Etappe heute sollte vergleichsweise kurz werden, was für die Höhenanpassung wichtig ist. Der Anstieg wird nun immer steiler und auch felsiger. Das griffige Lavagestein ist aber kein Problem. Weit oben sieht man schon den Rand des Shira Plateaus, hinter dem sich das nächste Lager befindet. Wegen der zunehmenden Höhe werden die Erikasträuche nun immer kleiner und die ersten Senecien tauchen auf. Sie werden bis zu 10 m hoch und wachsen bis auf einer Höhe von etwa 4000 m. Ansonsten begleiten uns eine Art Strohblumen, die hier sehr oft vorkommen. Nach einer Pause, nehmen wir den Schlussanstieg zum Plateau in Angriff. Nachdem einige Bachläufe zu queren sind, es geht hier und da auch mal kurz bergab, ist es auch bald erreicht. Kaum sind wir oben, wechselt die Vegetation wieder schlagartig. Sorgen am Berghang noch öfters Nebelschwaden für Feuchtigkeit, ist es auf dem Plateau wesentlich trockener. Um die Mittagszeit erreichen wir das Camp.
Den ganzen Nachmittag habe ich nun viel Zeit, ich ordne die Ausrüstung, fotografiere und liege faul auf den Felsen neben dem Lager in der Sonne